Pippa Arden erzählt

»Hör’ uff dein Herz, aber verjiss nich, deinen Verstand zu benutzen.«

Unsere Autorin Pippa Arden erzählt, welche Botschaft sie mit ihrem Roman DER GESCHMACK VON LIEBE an die Leserinnen und Leser senden möchte:

»Das Leben beschert uns die wunderbarsten Momente und die schrägsten Vögel. Die Idee für diesen Roman kam mir bei einem herbstlichen Spaziergang im Berliner Schlosspark Charlottenburg. Dort sah ich auf einer Bank am See einen sehr attraktiven, sehr einsamen Mann sitzen – starr und stumm wie eine Statue. Er wirkte, als hätte ihn jemand ausgesetzt. Sofort fragte sich die Autorin in mir: was wäre, wenn … jemand ihn mit nach Hause nehmen würde? Zum Beispiel eine junge Frau? Und was würde dann passieren? Und schon entstand die Geschichte:

Franziska Engel – die Heldin dieser Geschichte – ist eine liebenswerte Frau mit einem großen Herzen, die am liebsten alle gestrandeten, einsamen Geschöpfe einsammeln würde, egal ob Zwei- oder Vierbeiner. Weil Franzi sich so intensiv um ihre Schutzbefohlenen kümmert, vergisst sie nur zu oft, für sich selbst zu sorgen und auf ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu achten. Sie will abnehmen und eine toughe, durchsetzungsfähige Frau werden. Doch als sie einen schweigsamen, attraktiven Mann im Park findet, der aussieht als hätte ihn jemand dort ausgesetzt, kann sie nicht widerstehen und nimmt ihn mit nach Hause.

Hin- und hergerissen zwischen Genussbedürfnis und Diätversuchen und sich unverhofft verliebend, kommt Franzi dem Fremden, der Felix zu heißen scheint, immer näher. Und auch Felix erwischt es mächtig. In DER GESCHMACK VON LIEBE geht es aber nicht nur ums Bauchkribbeln. Der gesellschaftliche Druck, schlank, schön und erfolgreich zu sein, führt in einen Selbstoptimierungswahn, der Frauen und Männer gleichermaßen aufreibt. Franzi, die sich für zu dick hält, leidet unter ihrem mangelnden Selbstbewusstsein und Felix, der ein erfolgreicher Personaler ist, hat gelernt, Menschen einzig nach ihrem Nutzen für den Arbeitsmarkt zu beurteilen. Letzteres hat schreckliche Folgen für ihn und einen seiner Angestellten. Denn was dabei auf der Strecke bleibt, ist die Menschlichkeit.

Ich würde mich freuen, wenn mein Roman den Leserinnen und Lesern Mut macht, Stereotype zu hinterfragen, sich davon nicht irritieren zu lassen und ihren eigenen Weg zu gehen. Oder wie Franzis Oma Elfie sagen würde: ›Hör’ uff dein Herz, aber verjiss nich, deinen Verstand zu benutzen.‹«

DER GESCHMACK VON LIEBE von Pippa Arden – überall erhältlich, wo gute eBooks angeboten werden, und natürlich auch auf unserer WEBSITE, wo das eBook für Sie im Mobi-Format für den Kindle und als ePub für alle anderen Lesegeräte bereitsteht.

(Dieser Beitrag erschien zuerst auf dem Blog des dotbooks Verlages, nachzulesen hier.)

Interview

»In jeder Figur steckt natürlich auch immer ein wenig von der Autorin.«

Ein Gespräch mit unserer Autorin Pippa Arden über ihren Roman DER GESCHMACK VON LIEBE, ihre Romanheldin und Vorliebe für Liebesgeschichten:

Liebe Frau Arden, in Ihrem Roman gibt es zahlreiche hinreißend-skurrile Figuren. Hand aufs Herz: Wer ist Ihr Liebling?

Pippa Arden: »Oh, das ist schwer. Natürlich liebe ich Felix und Franzi, mein (zuerst) verhindertes Liebespaar. Und dann sind da noch Viktor, der Freizeit-Transvestit, Shakti, die leidenschaftliche Tantra-Lehrerin, und ihre resolute Tochter Luna. Aber darüber hinaus liebe ich vor allem Franzis Oma Elfie. Die Ratschläge, die sie Franzi gibt, sind dieselben, die ich damals von meiner eigenen, sehr geliebten und echt berlinerischen Oma bekommen habe (›Kopp hoch, wenn der Hals ooch dreckig is!‹). Ansonsten mag ich auch Franzis Findelkinder sehr: Der Kater John Wayne und der Hund Popcorn. Beide sind mir beim Schreiben so ans Herz gewachsen, dass ich sie in meinem ›richtigen‹ Leben tatsächlich vermisst habe.«

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Protagonistin Franzi – und was nicht?

Pippa Arden: »In jeder Figur steckt natürlich auch immer ein wenig von der Autorin. Ich teile auf alle Fälle Franzis Leidenschaft fürs Kochen und für den Genuss. Leider (manchmal) auch ihren fatalen Hang zu den falschen Männern. Ersteres habe ich immer noch, letzteres hat sich zum Glück gebessert. Sollte ich allerdings, wie Franzi, einen attraktiven Gentleman im Park auf einer Bank finden, der kein Wort spricht und keine Schuhe trägt, dann – wer weiß – würde ich ihn vielleicht auch mit nach Hause nehmen.
Genau wie Franz, habe ich auch Whisky früher überhaupt nicht gemocht. So lange, bis ein unendlich geduldiger, sehr süßer Engländer (mit schottischen Wurzeln) mir beibrachte, dass – und vor allem wie – man ihn genießen kann (ganz ähnlich wie im Buch). Seitdem habe ich immer eine Flasche schottischen Single Malt zu Hause. Nur das Kaminfeuer fehlt noch.«

Was begeistert Sie am Schreiben von Liebesgeschichten?

Pippa Arden: »An dieser Stelle möchte ich Franzis Oma Elfie zitieren: ›Die Liebe is een Feuerzeug, det Herz, det is der Zunder, und fällt een kleenet Fünkchen rin, so brennt der janze Plunder.‹ Ich schreibe gerne über die Liebe, weil sie aus unserem Leben etwas ganz Besonderes macht. Aber was mich vor allem interessiert ist, wie und warum zwei Menschen zueinander finden. Gegensätze ziehen sich an? Gleich und gleich gesellt sich gern? Und warum weiß man manchmal nicht, was eigentlich gut für einen ist und was man wirklich braucht? In meinen Romanen darf es dabei gerne haarsträubende Verwicklungen geben, und eine ordentliche Portion Humor gehört unbedingt dazu.«

Das Gespräch führte Christine Albach, Lektorin dotbooks.

Unter dem Pseudonym Pippa Arden schreibt die Autorin Carola Wolff, Jahrgang 1962, humorvolle, herzerwärmende Liebesgeschichten. Die Berlinerin ist gelernte Buchhändlerin, hat englische Literatur studiert und erzählt nun leidenschaftlich gern fesselnde Geschichten.

Bei dotbooks veröffentlicht sie DER GESCHMACK VON LIEBE.

DER GESCHMACK VON LIEBE von Pippa Arden – überall erhältlich, wo gute eBooks angeboten werden, und natürlich auch auf unserer WEBSITE, wo das eBook für Sie im Mobi-Format für den Kindle und als ePub für alle anderen Lesegeräte bereitsteht.

(Dieses Interview erschien auf dem dotbooks Blog, nachzulesen hier.)